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	<description>Für die Erhaltung des Nürburgrings als öffentliches Kulturgut</description>
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		<title>Warum lässt Capricorn Rock am Ring ziehen?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Sep 2014 10:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Asphaltmaler]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Capricorn]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Oft möchte man im Leben Mäuschen sein. Geht ja nun mal leider nicht. Als sich Konzertveranstalter Marek Lieberberg mit dem neuen Eigner des Nürburgrings, dem Autozulieferer Capricorn, über eine Fortsetzung <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/09/11/warum-laesst-capricorn-rock-ring-ziehen/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.asphaltmaler.de/wp-content/uploads/2014/09/Rock-am-Ring-Asphaltmaler.jpg"><img src="http://www.asphaltmaler.de/wp-content/uploads/2014/09/Rock-am-Ring-Asphaltmaler.jpg" alt="Rock-am-Ring-Asphaltmaler" width="600" height="363" class="aligncenter size-full wp-image-89" /></a>Oft möchte man im Leben Mäuschen sein. Geht ja nun mal leider nicht. Als sich Konzertveranstalter Marek Lieberberg mit dem neuen Eigner des Nürburgrings, dem Autozulieferer Capricorn, über eine Fortsetzung des Traditionsfestivals unterhielt, hätte ich sehr gerne mit am Tisch gesessen. Gemeinsam mit dem Erfinder der Veranstaltung, sowie mit einem Unternehmen, das sich dieses Ereignis hätte auf seine Habenseite schreiben können. </p>
<p>Dass sich die beiden Parteien nicht einigen konnten, muss an einer krassen Fehleinschätzung Capricorns gelegen haben. Denn welches auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen gibt schon ein etabliertes Festival, also ein auf dem Markt bestens positioniertes Produkt, einfach so aus der Hand? Und ein solches muss es ja sein. Das Ganze wird dadurch noch pikanter, weil Marek Lieberberg nun doch die alleinigen Namensrechte hält. Der Plan von Capricorn ist also nicht aufgegangen. Denn dass Lieberberg an der Veranstaltung festhält, zeigt doch, wie wirtschaftlich erfolgreich es sein muss. </p>
<p>Je mehr ich mir das vor Augen führe, desto mehr wird mir beim Blick in die Zukunft Angst und Bange. Wenn der Abgang von Rock am Ring ein Vorgeschmack ist, was der Nürburgring von Capricorn zu erwarten hat, na dann Guten Appetit!</p>
<p>Es fällt mir schwer, im kommenden Jahr nach Mönchengladbach oder Mendig zu pilgern. Denn mit dem Ring hat dieses Festival nun überhaupt nichts mehr zu tun. Es verkümmert leider zu einer beliebigen weil örtlich austauschbaren Konzertveranstaltung. Schade!</p>
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		<title>Ist Frau Dreyer eine Hellseherin?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2014 14:08:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Sind es tatsächlich ihre guten Kontakte nach Brüssel? Oder kann sie gar in die Zukunft schauen? Die EU-Kommission wird den Verkauf des insolventen Nürburgrings vor rund einem halben Jahr nach <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/09/09/ist-frau-dreyer-eine-hellseherin/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Sind es tatsächlich ihre guten Kontakte nach Brüssel? Oder kann sie gar in die Zukunft schauen?</p>
<p>Die EU-Kommission wird den Verkauf des insolventen Nürburgrings vor rund einem halben Jahr nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) durchwinken. „Ich habe keine Veranlassung zu glauben, dass die EU-Kommission dem Kaufvertrag mit Capricorn nicht zustimmen wird“, wird Dreyer in den Medien zitiert. Die Sanierer des Rings hätten den Verkaufsprozess eng mit der Kommission abgestimmt. Die Landesregierung hält nach Dreyers Angaben engeren Kontakt mit Brüssel, als es unter ihrem Vorgänger Kurt Beck der Fall war. „Für mich war das von Anfang an klar, dass ich das anders machen werde.“ </p>
<p>Zwei Dinge sind an diesen Aussagen bemerkenswert. Erstens, Dreyers Vorgänger, <strong>Kurt Beck, muss es völlig egal gewesen sein, ob der ganze Deal EU-konform war</strong>. Hauptsache, weg mit dem Nürburgring. Frau Dreyer grenzt sich mit deutlichen Worten von ihrem Vorgänger ab. Sie gibt damit indirekt zu, dass die damalige Regierung die Sache mit Brüssel verbockt hat. Dabei hat jedes Bundesland in Brüssel ein Büro. Wie Konzerne und Verbände betreiben auch Landesvertretungen Lobbyarbeit für ihre eigenen Interessen. Es wäre also sehr einfach gewesen, sich von den Kollegen im Europaviertel auf mögliche Einwände der Europäischen Kommission einzustellen. Oder funktioniert das Mainzer Büro in Brüssel doch und weiß die Landesregierung etwa schon länger von den Bedenken der EU-Wettbewerbshütern? Wundern würde mich das nicht.</p>
<p>Schaden vom Land abzuwenden ist Teil des Amtseids, den ein Ministerpräsident leisten muss. Könnte bei Beck grandios danebengegangen sein.</p>
<p>Rückblende: Im Frühjahr dieses Jahres hatte der Autozulieferer Capricorn den traditionsreichen Nürburgring in der Eifel für 77 Millionen Euro gekauft. Weil sich die Entscheidung der EU-Kommission zur Rechtmäßigkeit früherer Staatsbeihilfen und zu Beschwerden unterlegener Mitbewerber beim Verkaufsprozess hinzieht, verschob die Capricorn Nürburgring GmbH die Zahlung einer zweiten Rate. Das Geld soll fließen, wenn Brüssel entschieden hat &#8211; dies wird für diesen September erwartet.</p>
<p>Daher zweitens: Die Zurückhaltung Capricorns bei der zweiten Rate macht keinen Sinn. Denn laut Frau Dreyer ist doch alles mit der Europäischen Kommission abgestimmt. Niemand müsste demnach auf irgendjemanden warten, wenn alles so klar ist. </p>
<p>Oder will sich Capricorn überhaupt noch am Nürburgring engagieren? Sucht das Unternehmen vielleicht bereits heute Wege aus einer Sackgasse, die es erst jetzt erkannt hat?</p>
<p>Die Regierungschefin sieht den Verkauf nicht in Gefahr. „Ich habe bislang sowohl die Insolvenzverwalter als auch den neuen Erwerber Herrn Wild als verlässliche Partner erlebt“, sagte Dreyer. Das hätte Kurt Beck nicht besser sagen können.</p>
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		<title>Warum bleibt das Nürburgring-Urteil unter Verschluss?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2014 15:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Asphaltmaler]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gerichtsverfahren]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Auch das passt ins Bild der vergangenen Jahre: Die schriftliche Urteilsbegründung im Nürburgring-Prozess wird nicht veröffentlicht, auch nicht in anonymisierter Form. Das teilten Landgericht und Staatsanwaltschaft Koblenz am Freitag mit. <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/09/08/warum-bleibt-das-nuerburgring-urteil-unter-verschluss/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das passt ins Bild der vergangenen Jahre: Die schriftliche Urteilsbegründung im Nürburgring-Prozess wird nicht veröffentlicht, auch nicht in anonymisierter Form. Das teilten Landgericht und Staatsanwaltschaft Koblenz am Freitag mit. Die Richter hatten in dem Prozess unter anderem den früheren rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Untreue verurteilt. Der Richterspruch ist noch nicht rechtskräftig, da Revision eingelegt wurde. Die Urteilsbegründung soll unter anderem wegen des Persönlichkeitsschutzes des Angeklagten nicht veröffentlicht werden.</p>
<p>Zur Begründung verwiesen die beiden Justizbehörden unter anderem auf den Persönlichkeitsschutz der Angeklagten. Da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei, gelte weiter die Unschuldsvermutung.</p>
<p>Hat die Öffentlichkeit denn kein Recht, die Begründung einer Gerichtsentscheidung zu erfahren? Immerhin geht es um Millionen von Steuergeldern. Diese Frage beantworten die genannten Behörden von vorneherein mit einem Widerspruch: </p>
<p>Zum einen pochen sie auf die Persönlichkeitsrechte, die ich natürlich niemandem absprechen möchte. Zum anderen verweisen sie jedoch auf die Medien. Diese hätten an der gesamten Hauptverhandlung teilnehmen können. Deshalb sei dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit ausreichend Rechnung getragen worden. Wenn man ohnehin alles im Gerichtssaal hätte erfahren können, warum veröffentlicht es dann nicht dieses Urteil? Oder gab es Schatten- oder Parallelverhandlungen? Gibt es noch etwas zu verbergen?</p>
<p><strong>Immer alles schön intransparent halten &#8211; dann klappt es auch mit dem Rechtsstaat.</strong></p>
<p>Wir erinnern uns: Neben Deubel stand auch der frühere Geschäftsführer der Nürburgring GmbH vor Gericht. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt. Gegen den einstigen Ring-Controller verhängte das Gericht eine Bewährungsstrafe von acht Monaten. Zwei weitere Angeklagte wurden verwarnt.</p>
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		<title>Wo ist das ganze Geld geblieben und wieso müssen Politiker nicht für Steuerschäden haften?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 13:44:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Nürburging]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker Versagen]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerverschwendung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Experten rechnen damit, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung am Nürburgring unglaubliche 500 Millionen Euro an Steuergeldern verbrannt hat. <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/08/18/wo-ist-das-ganze-geld-geblieben-und-wieso-muessen-politiker-nicht-fuer-steuerschaeden-haften/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Experten rechnen damit, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung am Nürburgring unglaubliche 500 Millionen Euro an Steuergeldern verbrannt hat. In Worten: Fünfhundertmillionen. Eine Größenordnung, die für viele Menschen nicht vorstellbar ist. Zum Vergleich: Mit dieser Summe könnte man sich über 16.000 Autos im Wert von je 30.000 Euro kaufen. Unfassbar.</p>
<p>Ich frage mich: <strong>Wo ist das ganze Geld geblieben? </strong></p>
<p>Fest steht, dass auf vielfältige Weisen Geld in den Nürburgring gepumpt wurde. Von Bank- bzw. Gesellschafterdarlehen über Kapitalerhöhungen bis zu einem Kredit von 330 Millionen Euro, für den das Land unerlaubterweise gebürgt hat. Die Landesregierung hat stets von Investitionen in die Infrastruktur gesprochen. Die EU kritisierte die Zuwendungen bereits als verbotene Beihilfen und witterte eine Wettbewerbsverzerrung. So ganz in die Karten schauen lassen wollte und will sich die Landesregierung nicht.</p>
<p><strong>Die Nürburgring-Rechnung der Politik 2006</strong></p>
<p>2006 machte die SPD-Landesregierung eine schöne Rechnung auf: 150 Mio. Euro sollten am Nürburgring verbaut werden, 80 Prozent der Kosten sollten von privaten Unternehmen und Investoren getragen werden. Eine schöne Vorstellung, in der Realität nur leider nicht umsetzbar. Die Kritik am geplanten Nürburgring-Konzept wurde lauter, dann sollten plötzlich auch nur noch 50 Prozent aus privater Hand stammen. Ein Jahr später wurden 215 Mio. Euro für die Bauten am Ring veranschlagt. Nur noch rund 80 Mio. Euro, also nicht mal 40 Prozent der Gesamtkosten, sollten aus privater Hand fließen. Die landeseigene Nürburgring GmbH sollte im September 2007 75 Mio. beisteuern, knappe zwei Monate später bereits 135 Mio. Euro. </p>
<p>Spätestens bei diesen Zahlen hätten die Alarmglocken angehen müssen. Denn auch die aufgestellten Umsatzprognosen waren weit von der Realität entfernt, wie zum Beispiel der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz früh anmerkte. Neben dem Anstieg der Baukosten enthielt der Business Plan keine Abschreibungen. Schon 2009 war absehbar, dass ein Verlust in Höhe von 43 Mio. Euro zu erwarten war! Auch 2010 sahen die Prognosen nicht besser aus, ganz im Gegenteil, der Verlust sollte noch höher ausfallen.</p>
<p><strong>In diese Kanäle floss das Geld</strong></p>
<p>Geflossen ist das Geld in zahlreiche Unternehmen, die am Bau der neuen Gebäude am Nürburgring beteiligt waren. Zudem erlaubt die Landesregierung den Aufbau eines unübersichtlichen Geflechts an GmbHs, die zum Nürburgring gehörten. So floss Geld in verschiedenste Firmen und wurde nie wieder gesehen. Und natürlich musste in Personal investiert werden, das deutlich aufgestockt wurde. Die Ausgaben wurden immer höher und höher, statt privater Investoren gab es nur private Unternehmen, die vom Ausbau profitiert haben. </p>
<p>Bis hin zu Capricorn, das nur 77 Millionen Euro hinlegen musste, obwohl damals eine halbe Milliarde an öffentlichen Geldern hineingesteckt wurde. Ein Delta, das laut nach Erklärungen verlangt.</p>
<p>Ob Flughafen Berlin, Elb-Philharmonie in Hamburg und jetzt der Nürburgring. Eine Frage treibt mich immer wieder um: Wieso wird keiner der handelnden Politiker zur Rechenschaft gezogen? </p>
<p><strong>Die Versprechungen des Kurt B.</strong></p>
<p>Nehmen wir den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck beim Nürburgring. Der sagte öffentlich, obwohl die Prognosen schlecht waren: „Der rheinland-pfälzische Steuerzahler wird keinen Euro draufbezahlen.“ Markige Worte, die viele Wähler, man entschuldige das Wortspiel, für bare Münze genommen haben. Und ein Jahr später, als die Prognosen noch schlechter wurden, sagte Beck mit voller Überzeugung: „Wir werden in Zukunft den Steuerzahler nicht in Anspruch nehmen.“ Und noch ein Jahr später, als das Kind fast komplett in den Brunnen gefallen war und die Umsätze des Nürburgrings am Boden lagen, legte Beck nach: „Der wird sich so positiv entwickeln, dass in ein paar Jahren alle Väter und Mütter dieser Idee sein wollen.“ Das ganze natürlich öffentlichkeitswirksam im Wahlkampf zur Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz, aus der – oh Wunder – die SPD als stärkste Kraft hervorging.</p>
<p><strong>Sollte die Öffentlichkeit bewusst getäuscht werden?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der das so sieht: Meiner Meinung nach hat der „Landesvater“ voll-verantwortlich diese drei Sätze gesprochen – und hat drei Mal nicht Wort gehalten. Das muss man sich mal vorstellen. In jedem anderen Betrieb wird man an solchen Sätzen gnadenlos gemessen. Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten: Kurt Beck hat grob fahrlässig gehandelt und sich dem Projekt nicht näher gewidmet. Oder er hat die Situation unterschätzt und an eine bessere Entwicklung vorhegeglaubt. Oder, und das ist für mich die wahrscheinlichste Variante: Kurt Beck hat mit vollem Bewusstsein und Kenntnis der Situation den Steuerzahler betrogen und gleichzeitig mit den Pächtern Jörg Lindner und Kai Richter zwei Sündenböcke auserkoren, die sein eigenes Scheitern überdecken sollten.</p>
<p><strong>Was machen die beteiligten Politiker heute?</strong></p>
<p>Konsequenzen musste bisher nur einer der damals beteiligten erleiden. Der 2009 zurückgetretene Finanzminister <strong>Ingo Deubel</strong> wurde fünf Jahre später für seine Lügen und Untreue zu drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch lange nicht rechtskräftig, eine Entscheidung wird noch lange auf sich warten lassen. </p>
<p><strong>Kurt Beck</strong> genießt sein Leben als Berater eines Pharmakonzerns und tingelt durch Talkshows und RTL-Chartshows. Verantwortung für sein Handeln übernahm er nicht. „Politische Fehler“ und, jetzt kommt es, die damalige Weltwirtschaftskrise waren Schuld. Reue? Persönliche Schuldeingeständnisse? Fehlanzeige. Der ehemalige Wirtschaftsminister <strong>Hendrik Hering</strong> und <strong>Carsten Kühl</strong>, der Ingo Deubel als Finanzminister nachfolgte und bis heute im Amt ist, haben ebenfalls keine Konsequenzen zu befürchten. Auch <strong>Ernst&#038;Young</strong>, die mit ihren Analysen und Konzepten zum weiteren Niedergang des Nürburgrings beitrugen, stehen in keiner Verantwortung. Dass Fehler gemacht wurden, bestätigen alle Beteiligten. Den Kopf hinhalten möchte aber niemand.</p>
<p>2014 wurde der Nürburgring schließlich für 77 Millionen Euro an Capricorn verkauft. Der Verlust von mehreren hundert Millionen Steuergeldern wird dabei meinem Empfinden nach völlig gleichgültig hingenommen. Hoffen wir, dass die damals handelnden Personen nie wieder auch nur ein Wort zum Kulturgut Nürburgring mitreden dürfen – und dass mit Capricorn nicht meine Befürchtungen wahr werden, die ich bereits geäußert habe.</p>
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		<title>Was hat Capricorn vor?</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2014 13:59:14 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Capricorn]]></category>
		<category><![CDATA[Nürburgring]]></category>
		<category><![CDATA[Nürburgring Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Nürburgring übt seit seiner Eröffnung 1927 eine große Faszination auf alle Motorsport-Fans aus, allein zum ersten Event, dem „Eifelrennen“, erschienen über 85.000 Zuschauer. Und 1934 wurde auf dem Nürburgring <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/08/14/hat-capricorn-vor/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://www.asphaltmaler.de/2014/08/14/hat-capricorn-vor/">Was hat Capricorn vor?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://www.asphaltmaler.de">ASPHALTMALER-BLOG</a>.</p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Nürburgring übt seit seiner Eröffnung 1927 eine große Faszination auf alle Motorsport-Fans aus, allein zum ersten Event, dem „Eifelrennen“, erschienen über 85.000 Zuschauer. Und 1934 wurde auf dem Nürburgring Geschichte geschrieben, die bis heute andauert: um das Gewichtslimit einzuhalten, kratzte das Mercedes-Team den Lack vom W25-Rennwagen – der Silberpfeil war geboren.</p>
<p>Diese kleine Geschichtsstunde soll zeigen: der Nürburgring war und ist etwas ganz Besonderes, ein echtes Kulturgut, dass es zu bewahren gilt. Doch ab dem 1. Januar 2015 kann und wird sich vieles rund um den Nürburgring und die weltberühmte Nordschleife ändern. Der Düsseldorfer Automobilzulieferer Capricorn hat den Nürburgring für 77 Millionen Euro gekauft und große Investitionen angekündigt.</p>
<p><strong>Wer ist Capricorn?</strong></p>
<p>Capricorn ist ein Automobilzulieferer und hat sich auf die Bedienung von Rennställen im internationalen Motorsport spezialisiert. Ein Teil der Mitarbeiter arbeitet bereits in Reichweite des Nürburgrings. Capricorn hat bereits angekündigt, sämtliche Strukturen, Angebote und Infrastruktur auf den Prüfstand stellen zu wollen. Ein erklärtes Ziel von Capricorn ist, am Nürburgring einen Automobil-Technologieschwerpunkt zu entwickeln.</p>
<p>Vielerorts herrscht große Euphorie, dass ab dem 1. Januar 2015 der Nürburgring eine eierlegende Wollmichsau wird. Ich sehe das etwas kritischer. </p>
<p><strong>Beispiel 1:</strong> der Rückbau des ring°centers. Das ring°center ist eine hochmoderne Anlage, umgeben von hochwertigen Hotels und einer großen Multifunktionsarena. Das Potential des gesamten Centers ist groß, aber leider nie komplett ausgeschöpft worden. Capricorn möchte große Teile des Centers zurückbauen, auch die Achterbahn ring°racer fällt dem Rotstift zum Opfer. Darüber hinaus soll das Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ komplett schließen. Damit verliert der Nürburgring nicht nur attraktive Event-Locations, sondern viele Menschen auch ihren Job.</p>
<p><strong>Beispiel 2:</strong> Entwicklung eines Automobil-Technologieschwerpunkts. Mit der Privatisierung des Nürburgrings und dem Fokus auf die Automobil-Entwicklung befürchte ich, dass sowohl die Grand-Prix-Strecke als auch die Nordschleife immer seltener für Touristenfahrten zur Verfügung stehen und mittelfristig gar nicht mehr befahrbar sind. </p>
<p><strong>Beispiel 3:</strong> das Ende von Rock am Ring. Kaum war Capricorn am Ruder, wurde das größte und wichtigste Musik-Festival Deutschlands gnadenlos vom Nürburgring verbannt. Nicht zuletzt auch durch Rock am Ring erlangte der Nürburgring weltweit große Bekanntheit. Dieses traditionsreiche Festival, bereits seit 1985 am Ring, soll künftig durch ein eigenes Festival ersetzt werden. Die ganze Entwicklung zeigt uns, dass Capricorn keinen großen Wert auf Emotion und Tradition legt.</p>
<p>Diese drei Beispiele zeigen eines ganz deutlich: Capricorn hat keine Skrupel, etablierte und traditionsreiche Veranstaltungen am Nürburgring zu canceln oder Infrastruktur zurückzubauen. Dies vergrößert bei mir die Sorge, dass der Nürburgring seinen Status als öffentliches Kulturgut verliert und künftig nur noch Unternehmen mit großem Geldbeutel offen steht.</p>
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		<title>Hat die Politik total versagt? Der Landesrechnungshof sagt Ja!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Aug 2014 13:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Asphaltmaler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nürburgring]]></category>
		<category><![CDATA[Politk]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerverschwendung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Politiker sind von sich stets überzeugt. Sie sind immer die Schlausten, haben meist die besten Ideen, machen immer alles ganz prima. Diese Sichtweise haben die Damen und Herren Politiker allerdings <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/08/13/hat-die-politik-total-versagt-der-landesrechnungshof-sagt-ja/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Politiker sind von sich stets überzeugt. Sie sind immer die Schlausten, haben meist die besten Ideen, machen immer alles ganz prima. Diese Sichtweise haben die Damen und Herren Politiker allerdings exklusiv. Dabei müssten sie vor Scham erröten, wenn sie ihr Verhalten zum Nürburgring einmal versuchsweise objektiv betrachten würden.</p>
<p>Es ist wirklich schon ziemlich viel in den letzten Jahren rund um den Nürburgring los gewesen, aber die neueste Entwicklung schlägt dem Fass den Boden. Es scheint, als wäre vor allem der Politik das Kulturgut Nürburgring ziemlich egal gewesen – und das auf Kosten der Steuerzahler!</p>
<p>Gut, dass auch Politik kontrolliert wird. Gut, dass es auch in Rheinland-Pfalz einen  Landesrechnungshof gibt. Dieser hat den Entwurf eines Prüfberichts zum Nürburgring vorgelegt. Der Bericht untermalt, dass die damalige SPD-Landesregierung sehenden Auges in die finanzielle Katastrophe gerannt ist und in Kauf genommen hat, dass die Existenz des Nürburgrings bedroht wird und die Steuerzahler um hunderte Millionen Euro geschröpft werden. </p>
<p>Das ist schon schlimm genug: Noch schlimmer ist, dass sich die Landesregierung noch heute weigert, sich an den Untersuchungen zur Nürburgring-Insolvenz zu beteiligen und zur Aufklärung beizutragen. Und obwohl die Grünen, heute Regierungspartner, die Finanz-Katastrophe am Nürburgring nicht mitverursacht haben, so sind sie heute genauso eifrig, die ganze Angelegenheit vertuschen zu wollen. </p>
<p>Blicken wir zurück: Angefangen hat alles mit dem Rücktritt des damaligen Finanzministers Ingo Deubel im Jahr 2009. Wirtschaftsminister Hendrik Hering und Finanzminister Carsten Kühl wurden vom damaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck damit beauftragt, die Lage am Nürburgring neu zu bewerten. Im Zuge dessen bestellte Hering für viel Geld die bekannte und renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&#038;Young. Nach der Analyse der Geschäftszahlen kam Ernst&#038;Young zu dem Schluss, ein neues Geschäftsmodell aufzuziehen, welches die Trennung von Besitz und Betrieb vorsah.</p>
<p>Im Mai 2010 wurde damit begonnen, dieses Konzept umzusetzen. Das Land bezahlte die Umbauten am Nürburgring – immerhin 330 Millionen Euro. Eine Finanzierung, die aufgrund des Kreditausfallrisikos nie hätte bewilligt werden dürfen! Über eine jährliche Pacht in Höhe von 15 Millionen Euro und eine Spielbankabgabe in Höhe von drei Millionen Euro sollte die Modernisierung des Nürburgrings refinanziert werden. Zum fast gleichen Zeitpunkt legte der Rechnungshof jedoch dar, dass pro rund 24,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden müssten. Diese Zahlen lagen auch der Landesregierung vor.</p>
<p>Das von Wirtschaftsminister Hendrik Hering als „Zukunftskonzept“ gepriesene Konzept war ganz offenkundig zu optimistisch. Und der Landesrechnungshof warnte die Politik bereits frühzeitig. Schon 2010 war die landeseigene Nürburgring GmbH überschuldet und hätte nicht erst drei Jahre später in die Insolvenz gehen dürfen! Die Herren Beck, Hering und Kühl haben davor jedoch die Augen verschlossen und die Situation einfach schöngeredet. Ingo Deubel ist daher mit Sicherheit nicht der Alleinverantwortliche für dieses Desaster. Gut, dass die Politik immer für alles einen Sündenbock findet.</p>
<p>Heute wehrt sich die Landesregierung. Sie behauptet, die genannten Zahlen wären falsch und das Konzept von Ernst&#038;Young realistisch gewesen. Auch die Überschuldung 2010 könne nicht stimmen und überhaupt sei der jetzige Prüfbericht parteipolitisch geprägt. Hendrik Hering, heute SPD-Fraktionschef und SPD-Finanzminister Carsten Kühl geben kein Statement ab. Ob Sie bereits wissen, dass Sie aus dieser Nummer nicht mehr herauskommen? Im Laufe dieses Sommers soll der endgültige Schlussbericht vorgelegt werden. Dann wissen wir mehr. </p>
<p>Doch die aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass es vor allem die damalige Landesregierung war, die fahrlässig mit der Situation umgegangen ist und den Nürburgring wohl wissend ins Verderben haben laufen lassen. Man bekommt das Gefühl, dass die Landesregierung die damaligen Pächter nur dazu benutzt hat, die sofortige Insolvenz zu umgehen und so die Landtagswahl nicht zu gefährden. Diese wurde wie bekannt denkbar knapp gewonnen – und die Pächter wurden zu Sündenböcken degradiert. Das kennen wir ja schon!</p>
<p>Fakt ist, dass rund 500 Millionen Euro (!) Steuergelder am Nürburgring verbrannt wurden – für lächerliche 77 Millionen Euro hat Capricorn den Ring gekauft.  Geld, das wir niemals wiedersehen!</p>
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		<title>Die gute alte Zeit am Nürburgring</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2014 15:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Asphaltmaler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Formel 1]]></category>
		<category><![CDATA[Nürburgring]]></category>
		<category><![CDATA[Rock am Ring]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was war es doch eine schöne Zeit früher am Ring! Formel 1 oder Rock am Ring in der Eifel waren absolute Jahreshighlights und dick in den Kalendern von Sport- und <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/07/24/die-gute-alte-zeit-nuerburgring/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Was war es doch eine schöne Zeit früher am Ring! Formel 1 oder Rock am Ring in der Eifel waren absolute Jahreshighlights und dick in den Kalendern von Sport- und Musikfans eingezeichnet. Niemand hätte sich vor Jahren vorstellen können, dass der Nürburgring einmal vor einem Scheideweg steht &#8211; sein Schicksal ist ungewiss. </p>
<p>Beschlossen ist: Rock am Ring wird es zukünftig nicht mehr geben – weder am Nürburgring noch woanders. Nur, warum gibt es dieses bedeutende Musikfestival künftig nicht mehr? Kein Interesse seitens des Betreibers oder waren die Kosten zu hoch? Wahrscheinlich wird der normale Bürger nie erfahren, warum eine solche Entscheidung getroffen worden ist. Das Echo von Medien und Fans fiel jedenfalls eindeutig aus – und nicht zugunsten der neuen Eigentümer. Und ob es zukünftig weiter regelmäßig Formel 1-Rennen am Nürburgring geben wird, ist auch noch nicht geklärt. </p>
<p>Nur, wer ist schuld an dieser Entwicklung? Kurt Beck, der hunderte Millionen an Steuergeldern in den Ausbau der Strecke gesteckt hat, um sich dann mit den zu Sündenböcken degradierten Pächtern Jörg Lindner und Kai Richter zu überwerfen oder ist der neue Besitzer Capricorn Schuld, der rein wirtschaftliche Interessen verfolgt? Auch hier wird es nie eine klare Antwort geben. Für Fans von Musik und Rennsport bleibt im Moment jedenfalls die Erkenntnis, dass womöglich zwei kulturelle Großereignisse verloren gehen.</p>
<p>Zwar zieht Rock am Ring um und findet künftig unter neuem Namen auf einem neuen Gelände statt, aber ob der Kult rund um den Nürburgring als Austragungsort wiederholbar ist? Was bedeutet das auch für die Region, wenn ein solches Ereignis nicht mehr stattfindet. Ich frage mich hier schon, ob von den Entscheidungsträgern alles ausreichend bedacht wurde. Wahrscheinlich wird ein Politiker sagen, dass es Einzelfälle sind, wenn nun kleine, regionale Unternehmen durch den Umzug wirtschaftlich den Bach runtergehen. Erstaunlich nur, dass Politiker und Großunternehmen am Ende wie Katzen immer auf den Füssen landen. </p>
<p>Den Nürburgring kennen und verehren viele schon seit ihrer Kindheit. Wer einmal vor Ort war und das Gelände in der Eifel betritt, merkt sofort, dass hier eine besondere Atmosphäre herrscht. Es wäre eine Schande, wenn dieser Ort nicht mehr der Öffentlichkeit mit Großereignissen zur Verfügung steht. Ganze Familien haben sich doch immer auf diese, ja man muss sagen, Volksfeste gefreut. Man erinnere sich nur an die Rennen mit Michael Schumacher am Nürburgring. Ein ganzes Wochenende wurde aus zwei Stunden Rennsport gemacht. Der Fan konnte direkt das Ereignis hautnah miterleben. Entweder weil er eine Karte für das Rennen besaß oder aber mit der Familie und Freunden beim Camping vor oder an der Rennstrecke verbrachte. </p>
<p>Viele Kinder und Jugendliche freuten sich, wenn die Eltern sie dann zum Musikfestival Rock am Ring mit in die Eifel nahmen oder sie zumindest dort für ein Wochenende „ablieferten“. Und nun? Es ist aus und vorbei. Viele Veranstaltungen sind nicht mehr das, was sie waren, wenn sie einmal Ihrem Ursprung entzogen worden sind. Wollen wir hoffen, dass der Umzug von Rock am Ring trotzdem dazu führt, dass noch ein tolles Musikfest am Ring stattfindet. Aber: wird es noch das dasselbe sein? </p>
<p>Haben sich hier Herr Beck oder auch Capricorn je einen Gedanken dazu gemacht, was das für Fans bedeutet, wenn sie Entscheidungen wie diese treffen? Es ist schon erstaunlich, dass Herr Beck generell ohne Schaden davon gekommen ist. Wer spricht den noch über die Konzepte der Vergangenheit, ob diese gut oder schlecht waren? Ob sie überhaupt hätten erfolgreich werden können? Ob der Freizeitpark nicht doch etwas hätte werden können? Leider geht es immer nur um den schnellen Erfolg und das Vonsichschieben von Verantwortlichkeit.</p>
<p>Viele Dinge werden zum Kult, weil ihnen Zeit gegeben wird, frei von wirtschaftlichem Denken. Kein Mensch hat beim ersten Rock am Ring daran gedacht, dass hier Kultur und ein gleichzeitig eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse Deutschlands geschaffen wird, welches unmittelbar mit dem Nürburgring verbunden wird. Über die Jahre hinweg entwickeln sich Traditionen und Legenden. Wie die Übernahme durch Capricorn zeigt, dauert es leider nicht lange und Traditionen sind Geschichte. Der Nürburgring ist und bleibt ein toller Ort für jede Art von Volksfesten. Vielleicht hat ja jemand in den nächsten Jahren eine Idee und die Region kann wieder das werden, was sie einmal war! </p>
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		<title>Liebe Liebhaber, Freunde und auch Totengräber des Nürburgrings!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2014 08:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Asphaltmaler]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Nürburgring]]></category>
		<category><![CDATA[Rock am Ring]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ja, ich wende mich auch an jene, die durch ihr Handeln den Nürburgring nach und nach auf dem Gewissen haben. Auch für sie ist dieser Blog gedacht, den ich in <a href="http://www.asphaltmaler.de/2014/07/15/liebe-liebhaber-freunde-und-auch-totengraeber-des-nuerburgrings/" class="more-link">[&#8230;]</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich wende mich auch an jene, die durch ihr Handeln den Nürburgring nach und nach auf dem Gewissen haben. Auch für sie ist dieser Blog gedacht, den ich in den kommenden Wochen und Monaten betreibe.</p>
<p>Oft habe ich den Nürburgring besucht. Für jeden Anhänger des Motorsports war der Ring mit seinen Rennen und Veranstaltungen ein Muss. Seine Zukunft lässt mich daher nicht kalt. Seit einiger Zeit verfolge ich die Geschehnisse rund um den Nürburgring &#8211; und zwar mit größter Besorgnis!</p>
<p>Ich bin sehr verwundert, dass die Öffentlichkeit dieses Thema ganz offenkundig nicht in der Tiefe beleuchten will, wie es meiner Meinung nach angebracht wäre. Da investiert eine Landesregierung fast 500 Millionen in das Gelände, um es dann später für fast 80 Millionen zu verkaufen. Wurden Millionen von Steuergeldern schlichtweg versenkt? Wieso darf nun ein privater Eigentümer schon jetzt Einfluss nehmen, obwohl er den Ring heute noch gar nicht besitzt? Rock am Ring ist weg! Und keinen scheint das Aus dieses Traditions-Events wirklich zu stören. Einen Aufschrei habe ich jedenfalls nicht gehört.</p>
<p>Ich frage mich, was ist in den vergangenen Jahren in den Hinterzimmern der Politik und Wirtschaft abgelaufen. Ich möchte Fragen stellen und Schlussfolgerungen ziehen. Ich möchte, dass die Öffentlichkeit sich endlich bewusst wird, wie die öffentliche Hand auch bei anderen Projekten in Deutschland versagt. Ich frage nach Verantwortung, Schuld und Kompetenz der Akteure rund um die Vorgänge der letzten Jahre im Zusammenhang mit dem Nürburgring. Es darf nichts unter den Teppich gekehrt werden!</p>
<p>Licht ins Dunkle bringen schadet nicht. Schon gar nicht in einer Demokratie.</p>
<p>Ihr Asphaltmaler</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="http://www.asphaltmaler.de/2014/07/15/liebe-liebhaber-freunde-und-auch-totengraeber-des-nuerburgrings/">Liebe Liebhaber, Freunde und auch Totengräber des Nürburgrings!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="http://www.asphaltmaler.de">ASPHALTMALER-BLOG</a>.</p>
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